Archiv für Januar 2015

Interview in der Break-out 12/14

An dieser Stelle dokumentieren wir ein Interview in der Break-out mit einem Mitglied des AK Spitzelklage Heidelberg anlässlich der Enttarnung der verdeckten Ermittlerin „Iris Plate“ in Hamburg. Viel Spaß beim Lesen.

Spitzeleinsätze gegen die linke Szene

Im November 2014 wurde bekannt, dass in Hamburg jahrelang die Verdeckte Ermittlerin Iris Plate gegen verschiedene linksradikale und linke Projekte eingesetzt gewesen war. In Heidelberg weckte diese miese Repressionsmaßnahme sofort Erinnerungen an die Enttarnung des LKA-Schnüfflers Simon Bromma vor vier Jahren.

Vor wenigen Wochen machten betroffene linke AktivistInnen den Einsatz der Verdeckten Ermittlerin Iris Plate in Hamburg öffentlich. Von der Roten Flora über das Radioprojekt Freies Sender Kombinat (FSK) bis hin zu queerfeministischen Zusammenhängen durchleuchtete die LKA-Frau von 2000 bis 2006 eine Vielzahl linker Strukturen, nahm an der Vorbereitung und Durchführung von Aktionen und Demos teil. Sie gab diese Unmengen an gesammelten Informationen an das LKA Hamburg und das BKA weiter, die diffus gegen verschiedene linke Strukturen ermittelten.
In Hamburg versuchen jetzt die Betroffenen, durch Öffentlichkeitsarbeit und Druck auf die staatlichen Stellen die Aufklärung des skandalösen Einsatzes voranzubringen. Doch selbst auf Kleine Anfragen reagieren der Hamburger Senat und die zuständigen Behörden mit betretenem Schweigen unter Verweis auf Geheimhaltungspflichten und weisen die Schuld von sich. An vielen Punkten zeigen sich Ähnlichkeiten und Parallelen zum Fall des Verdeckten Ermittlers Simon Bromma („Simon Brenner“) in Heidelberg. Grund genug, mit einem Vertreter des AK Spitzelklage ein Interview zu führen.
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