Beleidigungsprozess

Haufenweise Häufchen für Herrn Z.!

Polizeirat Christian Zacherle, Leiter des Polizeireviers Mitte, fühlt sich beleidigt, weil ihm im Verlauf einer Kundgebung gegen die dubiosen Praktiken der Heidelberger Polizeidirektion eine Auszeichnung überreicht werden sollte, die der beleidigte Polizeiführer als „vergoldete Hundekotattrappe“ interpretierte.
Dass ausgerechnet Zacherle dieser Auszeichnung teilhaftig wurde ist kein Zufall. Seit Christian Zacherle das Polizeirevier Mitte leitet, werden linke politische Aktivitäten vermehrt durch tiefgreifenden Interventionen und überzogenen Reglementierungen eingeschränkt. Gleichzeit lässt Zacherle verlauten, eine rechte Szene im Raum Heidelberg sei „nicht existent“.
Maßgeblich involviert war Zacherle in die Heidelberger Spitzelaffäre. Mehr als ein Jahr lang waren linke und alternative Gruppen ohne jede Rechtsgrundlage von verdeckten Ermittlern des LKA bis in ihr intimstes Privatleben ausspioniert worden. Seit der Spitzel Simon Bromma von linken AktivistInnen enttarnt wurde, ist die Heidelberger Polizeidirektion – mit Unterstützung der neuen grün-roten Regierung bemüht, die tatsächlichen Ausmaße des Skandals unter Verschluss zu halten. So sollen mittels einer Sperrerklärung selbst dem zuständigen Gericht die einschlägigen Akten vorenthalten werden.
Wir finden: Herr Zacherle ist wirklich zu bedauern und hat mehr als nur eine einzige Auszeichnung verdient. Vielleicht findet sich ja am Rande des Prozesses Gelegenheit, ihm das ein oder andere goldene Taschentuch oder andere Aufmerksamkeiten zu überreichen….

Prozesstermin:
Dienstag, 12.06.2012
10:00 Uhr
Amtsgericht Heidelberg, Kurfürsten-Anlage 21/23, Saal: n.n.